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Mein 6. Beutel: Elisa

am 30. Januar 2010 geschrieben von silke

September 2009: Der fertige Beutel
Der Entwurf zeigt eine Frau im Seitenprofil und mit Hand.
Am Anfang hatte ich die Idee, diese Frau eine ägyptische Prinzessin sein zu lassen. In der ägyptischen Malerei findet man fast ausschließlich Gesichter im Seitenprofil.
Auch wollte ich den Beutelgrund zweifarbig gestalten. Mit blauem  Himmel und gelbem Sand.
Doch bei der Auswahl des Stoffes für die Kopfbedeckung –  die Haube, wurde aus ihr dann eine europäische Adelige.
Für den Himmel habe ich Nicki verwendet, der Sand ist Gardinenstoff. Beide Stoffe sind von sich aus sehr weich und als Beutelgrundstoff nur zu verwenden, wenn sie mit Bügelvlies stabilisiert werden.
Für das Kleid habe ich Pannesamt verarbeitet.
Der Haubenstoff ist ein altes Übergardinenmuster. Es gefiel mir mal wieder so gut , dass ich dafür sogar meine Ursprungsidee aufgab.
Für Gesicht und Hand habe ich Stoff für Puppenkörper genommen.
Auf dem Bild diente noch ein Knopf als Ring. Auf dem fertigen Beutel habe ich eine selbst gemachte Brosche meiner Mutter verwendet. Sie ist aus Bouillondraht . Das nächste Foto zeigt den noch verfügbaren Nachlass.

Meine Mutter verwendete diese Teile als  Schmuck und für den traditionellen Kopfschmuck, das sogenannt Schnirhaid (Wird das so geschrieben?),  den sie hergestellt hat. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mehr dazu berichten.
Weitere Beispiele für Arbeiten mit Bouillondraht finden sich unter dem Begriff Klosterarbeiten.
Doch zurück zu meinem Beutel.
Die adelige Dame habe ich schließlich in der Toskana angesiedelt. Dafür stehen die Zypressen.
Beim Erstellen dieses Artikels habe ich mich dann gefragt, ob es vielleicht eine passende historische Persönlichkeit gibt.
Die gibt es tatsächlich, es handelt sich um Elisa Bonaparte,  Großherzogin der Toskana.
So ein "Zufall", lautet doch mein Taufnahme Elisa-beth.

Fazit:
Ein Beutel für die Wand. Seine hellen Farben machen ihn für mich nicht alltagstauglich.
Ob ich diesen Beutel mag? Ich weiß es nicht. Die Hand finde ich auf jeden Fall gelungen.

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